Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag

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Der Traum vom Eigenheim gehört für viele Deutsche zu den wichtigsten Lebenszielen. Doch der Weg zur eigenen Immobilie erfordert Planung, Geduld und die richtige Finanzierungsstrategie. Ein Bausparvertrag ist dabei ein oft unterschätztes, aber wertvolles Instrument, um eine solide Basis für die Immobilienfinanzierung zu schaffen.
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Warum ist ein Bausparvertrag für die Finanzierung einer Immobilie sinnvoll?

Ein Bausparvertrag bietet viele Vorteile, die in einer langen Planungsphase Sicherheit und Verlässlichkeit bringen – besonders in der aktuellen Zinssituation.
  • Sicherheit und Planbarkeit: Ein Bausparvertrag garantiert dir feste Zinsen für das spätere Bauspardarlehen. Bereits in der Ansparphase sicherst du dir die Konditionen für die Darlehensphase. So kannst du schon heute genau planen, wie hoch deine monatliche Belastung später sein wird – ein großer Vorteil in Zeiten volatiler Zinsen.
  • Staatliche Förderungen nutzen: Ein Bausparvertrag wird durch staatliche Zuschüsse wie die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage gefördert. Diese Zuschüsse erleichtern den Aufbau von Eigenkapital und machen den Immobilienkauf finanzierbarer.

Wie läuft die Immobilienfinanzierung mit einem Bausparvertrag ab?

Wer sich für einen Bausparvertrag entscheidet, durchläuft im Regelfall drei Phasen: Auswahl, Ansparung und Finanzierung. Jede dieser Etappen bringt eigene Anforderungen und Chancen mit sich – und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Schritt 1: Bausparvertrag auswählen

Ein Bausparvertrag ist kein Standardprodukt. Es gibt Tarife mit hohen Guthabenzinsen, andere mit niedrigen Darlehenszinsen, manche kombinieren beides mittelmäßig. Was davon passt, hängt stark von der persönlichen Planung ab: Geht es um einen kurzfristigen Immobilienkauf oder um ein Vorhaben in fünf bis zehn Jahren? Wird überhaupt ein Darlehen gebraucht – oder geht es nur darum, Eigenkapital aufzubauen? Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind groß. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen – nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf Details wie die Mindestansparsumme, die Zuteilungskriterien oder die Flexibilität bei den Sparraten. Wer hier sauber rechnet, vermeidet teure Überraschungen später.

Schritt 2: Ansparphase optimal gestalten

In der Ansparphase passiert das, was Bausparen im Kern ausmacht: diszipliniert Kapital aufbauen. Das klingt nüchtern, ist aber entscheidend – denn ohne ausreichend Eigenkapital wird es mit der Finanzierung entweder teuer oder gar nicht möglich. Wie viel angespart werden sollte? Eine gängige Empfehlung sind 20 bis 30 Prozent vom geplanten Kaufpreis. Bei einer 300.000-Euro-Immobilie wären das 60.000 bis 90.000 Euro. Ob man dafür sieben oder zehn Jahre braucht, hängt von der monatlichen Sparleistung ab. Wichtig ist: Die Rate muss ins Leben passen – nicht in ein Idealbild. Es bringt wenig, ehrgeizige Beträge anzusetzen, wenn sie im Alltag nicht durchzuhalten sind. Bausparen ist kein Sprint. Aber wer es klug aufsetzt, kommt damit verlässlich ans Ziel.
Mit einer klaren Zielsetzung und einem soliden Sparplan sicherst du dir das nötige Eigenkapital und bereitest dich optimal auf die Darlehensphase vor. Jetzt weiter informieren, wie ein Bausparvertrag funktioniert.

Schritt 3: Das Bauspardarlehen einsetzen

Wenn genug angespart ist und der Vertrag zuteilungsreif wird, kannst du das Bauspardarlehen abrufen. Der große Vorteil dabei: Die Konditionen stehen schon seit Vertragsbeginn fest. Du weißt also genau, was auf dich zukommt – unabhängig davon, wie sich die Zinsen inzwischen am Markt entwickelt haben. Gerade in bewegten Zeiten ist das ein echtes Plus. Bauspardarlehen sind meist kleiner als klassische Baukredite, dafür aber flexibler. Sondertilgungen sind in vielen Fällen jederzeit möglich, ohne dass dafür Gebühren anfallen. Das kann sich lohnen – vor allem, wenn du zwischendurch mal mehr zurückzahlen willst oder kannst.
Wichtig ist: Ein Bausparvertrag deckt in der Regel nicht den gesamten Kaufpreis ab. Er ist ein Baustein, kein Komplettpaket. Oft wird er mit einem Annuitätendarlehen oder Förderkrediten kombiniert – zum Beispiel von der KfW. Auch regionale Förderungen können eine Rolle spielen, gerade beim energieeffizienten Neubau oder bei Modernisierungen. Wer hier gut informiert ist, kann sich einiges an Zinskosten sparen.

Fazit

Ein Bausparvertrag ist kein Wundermittel, aber ein solides Werkzeug – vor allem für alle, die nicht von heute auf morgen kaufen wollen, sondern mit etwas Vorlauf planen. Er hilft dabei, Eigenkapital aufzubauen und sich schon heute die Zinsen von morgen zu sichern. Das bringt Ruhe in die Finanzierung.
Ob er am Ende wirklich zur eigenen Situation passt, lässt sich nicht pauschal sagen. Aber wer über einen Immobilienkauf nachdenkt, sollte ihn zumindest einmal ernsthaft in Betracht ziehen.

Immobilienfinanzierung mit Bausparvertrag – die meistgestellten Fragen

Ja, in den meisten Fällen lässt sich der Bausparvertrag bis zu einem gewissen Grad flexibel gestalten. So können beispielsweise die Sparraten in Absprache mit der Bausparkasse angepasst oder bei Bedarf pausiert werden. Wichtig ist, dass solche Anpassungen vorab mit deinem Berater geklärt werden, um die Zielsumme und den Zeitpunkt für die Darlehensphase nicht zu beeinträchtigen.
In der Regel ist das Bauspardarlehen speziell für wohnwirtschaftliche Zwecke vorgesehen, also zum Kauf, Bau oder zur Modernisierung einer Immobilie. Es gibt jedoch spezielle Bauspartarife, bei denen das Darlehen auch für andere Finanzierungsprojekte genutzt werden kann. Wenn das für dich interessant ist, sprich am besten mit deinem Berater über flexible Bauspartarife.
Falls sich deine finanzielle Situation ändert, stehen dir meist mehrere Optionen offen. Du kannst etwa eine vorübergehende Beitragsaussetzung vereinbaren, die Sparrate anpassen oder im Notfall sogar den Vertrag ruhen lassen. Es ist jedoch ratsam, diese Optionen frühzeitig mit einem Finanzberater zu besprechen, um Nachteile zu vermeiden.
Ja, eine Übertragung des Bausparvertrags auf eine andere Person ist grundsätzlich möglich, muss jedoch mit der jeweiligen Bausparkasse abgestimmt werden. Häufig ist eine Übertragung auf nahe Angehörige wie Kinder oder Ehepartner problemlos machbar. Dadurch kann der Vertrag weiterhin genutzt und möglicherweise für andere Zwecke eingesetzt werden.
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Hallo, ich bin Florian Echegoyen

(Gründer und Inhaber von Level V.)
Experte für betriebliche Altersvorsorge & Geschäftsführerberatung

Finanzielle Sicherheit ist für mich weit mehr als Zahlen auf dem Papier. Sie bedeutet echte Freiheit, Handlungsfähigkeit und ein gutes Gefühl im Alltag – für dich persönlich und für dein Unternehmen.

Als Experte für betriebliche Altersvorsorge und strategische Geschäftsführerberatung weiß ich, wie wichtig maßgeschneiderte Lösungen sind. Ich unterstütze dich dabei, deine Altersvorsorge gezielt zu gestalten und strategisch kluge Entscheidungen für dein Unternehmen und deine Position als Geschäftsführer zu treffen.

Mein Motto: „Nachhaltige Lösungen für nachhaltigen Erfolg.“

Gemeinsam mit meinem Team biete ich dir klare, verständliche Konzepte – ohne Fachchinesisch, aber mit echter Substanz. Bei Level V geht es nicht um Standardlösungen, sondern um deinen Weg. Persönlich, individuell und mit dem Fokus auf langfristige Sicherheit.

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