So erstellst du dein individuelles Risikoprofil

Risikoprofil

Beim Thema Geldanlage ist ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Du solltest beim Investieren potenzielle Risiken identifizieren, bewerten und steuern. Ziel des Risikomanagements ist es, Verluste zu minimieren und eine solide Basis für langfristiges Wachstum und finanzielle Stabilität zu schaffen.

Indem du ein angemessenes Risikomanagement anwendest, kannst du fundierte Anlageentscheidungen treffen und deine finanziellen Ziele erreichen, während du potenzielle Risiken und Volatilität berücksichtigst. Es ist wichtig, dass du dich informierst und dein Risikoprofil verstehst, um deine Anlagestrategien zu verbessern und deine finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Dieser Artikel soll dir als Hilfestellung beim Erstellen deines Risikoprofils dienen.

Welche Risiken gibt es?

Risikoprofil

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist ein wichtiges Thema, das du bei deiner Geldanlage berücksichtigen solltest. Es bezieht sich darauf, wie leicht du eine Anlage in Bargeld umwandeln kannst, ohne dabei große Verluste hinnehmen zu müssen.

Ein hohes Liquiditätsrisiko tritt auf, wenn eine Anlageklasse schwer zu verkaufen ist oder der Handel in turbulenten Marktphasen eingeschränkt ist. Das kann zu Schwierigkeiten führen, wenn du deine Anlagen schnell liquidieren musst, um kurzfristige finanzielle Bedürfnisse zu erfüllen oder deine Anlagestrategie anzupassen.

Das Liquiditätsrisiko kann die Flexibilität und Effizienz deiner Geldanlage beeinträchtigen, daher ist es wichtig, bei der Auswahl von Anlageinstrumenten und der Diversifizierung deines Portfolios die Liquidität zu berücksichtigen. 

Schwankungsrisiko

Das Schwankungsrisiko (auch Volatilitätsrisiko genannt) ist ein wichtiges Element, das du bei deiner Geldanlage beachten solltest. Es bezieht sich auf die Möglichkeit, dass der Wert einer Anlage über die Zeit hinweg stark schwanken kann. Hohe Schwankungen können zu Unsicherheiten und Verlusten führen, insbesondere wenn du kurzfristig auf deine Investition zugreifen möchtest.

Allerdings ist eine Schwankung im Regelfall auch notwendig, damit du Rendite erwirtschaftest. Grundsätzlich kann man sagen, je höher die Schwankung, desto höher ist die erwartende Rendite.

Wusstest du

, dass laut einer Umfrage 8 von 10 Anleger in Deutschland nicht bereit, sind höhere Risiken einzugehen, um eine höhere Rendite zu erwirtschaften, obwohl dies in Zeiten der hohen Inflation und des Niedrigzinsniveaus unabdingbar sind!

Emittentenrisiko

Unter dem Emittentenrisiko versteht man, dass der Emittent einer Anlage, wie beispielsweise einer Anleihe oder eines Schuldverschreibungsprodukts, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen kann.

Das Emittentenrisiko variiert je nach Bonität des Emittenten. Unternehmen oder Regierungen mit niedriger Bonität haben ein höheres Emittentenrisiko im Vergleich zu solchen mit hoher Bonität. Entsprechend kriegst du bei Emittenten, mit höherem Ausfallrisiko, im Regelfall auch mehr Rendite/Zinsen gutgeschrieben.

Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Emittenten könntest du Verluste erleiden oder sogar dein gesamtes investiertes Kapital verlieren. Daher ist es wichtig, die Bonität des Emittenten zu bewerten, bevor du eine Anlageentscheidung triffst.

Dies kann durch die Bewertungen von Rating-Agenturen und andere Informationen zur finanziellen Stabilität des Emittenten geschehen. 

Inflationsrisiko

Das Inflationsrisiko beschreibt das Phänomen, dass sich der Wert deines investierten Kapitals über die Zeit hinweg verringert. Wenn die allgemeine Preissteigerungsrate höher ist als die Rendite deiner Anlage, kann dein Geld an Kaufkraft verlieren.

Dies kann insbesondere bei Anlagen mit festen Renditen wie Anleihen oder Sparkonten problematisch sein, da der Wert deiner Erträge möglicherweise nicht mit der Inflation mithalten kann (wie beispielsweise in unserer aktuellen Niedrigzinsphase).

Währungsrisiko

Dieses Risiko wird häufig von Anlegern vernachlässigt. Es bezieht sich auf das Risiko, dass sich Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen ändern und dadurch den Wert deiner Anlage beeinflussen können.

Wenn du in Anlagen investierst, die in einer anderen Währung als deiner eigenen gehandelt werden (dies ist in den meisten Fonds der Fall), bist du dem Währungsrisiko ausgesetzt. Schwankungen in den Wechselkursen können dazu führen, dass der Wert deiner Anlage steigt oder fällt, wenn du sie in deine Heimatwährung umrechnest.

Das Währungsrisiko kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben, je nachdem, wie sich die Wechselkurse entwickeln. 

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Zusammenspiel von Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit

Das Magische Dreieck der Geldanlage ist ein Konzept, das dir dabei hilft, die verschiedenen Aspekte der Geldanlage zu verstehen und deine Anlagestrategie zu planen und zu optimieren.

Das Dreieck besteht aus drei Eckpunkten, die die grundlegenden Ziele der Geldanlage repräsentieren: Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit.

  1. Sicherheit: Sicherheit bedeutet, dein investiertes Kapital vor Verlusten zu schützen. Dieses Ziel ist besonders wichtig, wenn du ein eher konservativer Anleger bist und ein niedriges Risiko bevorzugst. Sicherheitsorientierte Anlagen umfassen beispielsweise Anleihen oder Festgelder, die eine stabile Rendite bieten und als relativ sicher gelten.

  2. Rendite: Rendite bezieht sich auf den Gewinn oder Ertrag, den du aus deinen Investitionen erzielen möchtest. Je höher die Rendite, desto größer ist das erwartete Wachstum deines Kapitals. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass mit höheren Renditeerwartungen in der Regel auch ein höheres Risiko verbunden ist. Anlageklassen wie Aktien, Investmentfonds oder Immobilien haben das Potenzial für höhere Renditen, bergen jedoch auch ein höheres Risiko (beziehungsweise eine höhere Volatilität).

  3. Verfügbarkeit: Verfügbarkeit (auch Liquidität genannt) bezieht sich auf die Verfügbarkeit deines investierten Kapitals. Wenn du dein Geld schnell und ohne größere Kosten abheben oder umschichten möchtest, benötigst du liquide Anlagen. Bargeld, Girokonten oder kurzfristige Anlagen wie Tagesgeldkonten sind Beispiele für liquide Anlagen, die dir Flexibilität und schnellen Zugriff auf dein Geld bieten.

Das Magische Dreieck der Geldanlage zeigt dir, dass diese drei Ziele miteinander verbunden sind und oft in einem Spannungsverhältnis stehen. Eine Anlage mit hoher Rendite kann beispielsweise ein höheres Risiko mit sich bringen und möglicherweise weniger liquide sein. 

Grundsätzlich musst du dir bewusst machen, dass du beim Thema Geldanlage Kompromisse eingehen musst. Eine sehr sichere Anlage mag zwar dein Kapital schützen, bietet jedoch möglicherweise eine niedrigere Rendite. Auf der anderen Seite können hoch renditestarke Anlagen volatiler sein und ein höheres Risiko bergen. Es ist wichtig, die richtige Mischung aus Anlageklassen zu finden, um das Magische Dreieck optimal zu nutzen und deine Anlageziele zu erreichen. Dies kannst du grundsätzlich nicht mit einem Finanzprodukt abbilden. Hierfür benötigst du ein Finanzkonzept.

Wissenswert

Ein Finanzkonzept schlägt grundsätzlich immer ein Finanzprodukt! Hier hast du die Möglichkeit, die unterschiedlichen Produkte so miteinander zu kombinieren, dass du das Zusammenspiel von Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit optimal nutzt.

Welcher Anlegertyp bist du?

Nun weißt du, welche Risiken, du bei deiner Geldanlage hast und wie die Faktoren Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit zusammenspielen. Als Nächstes solltest du schauen, zu welchem Anlegertyp du gehörst.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Anlegertypen: 

Konservative Anleger

  • Priorisieren Kapitalerhalt vor Rendite
  • es werden nur geringe Schwankungen akzeptiert
  • keine Anlagen mit Totalverlustrisiko 

–> Anlage in Anleihen & festverzinslichen Wertpapieren interessant

Ausgewogene Anleger

  • Wollen Balance zwischen Risiko und Rendite
  • es werden mittlere Schwankungen akzeptiert
  • keine Anlagen mit Totalverlustrisiko

–> Kombination aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien

Wachstumsorientierte Anleger

  • Gehen höhere Risiken ein um höhere Gewinne zu erwirtschaften
  • hohe Schwankungen werden akzeptiert
  • keine Anlagen mit Totalverlustrisiko

–> Größtenteils Anlagen in Aktienfonds, Hedgefonds oder Private Equity

Spekulative Anleger

  • Priorisieren Rendite vor Kapitalerhalt
  • es wird unter anderem mit Hebeln ( = Anpassung des Basiswertes, des Investments) gearbeitet, wodurch sich sowohl dein Gewinn, als auch dein Verlust vervielfachen kann
  • Anlagen mit Totalverlustrisiko (teilweise darüber hinaus, wenn man mit Hebeln arbeitet)

–> Anlageinstrumente wie Futures oder Optionen 

Es ist gut möglich, dass du dich nicht genau in eine Kategorie einordnen kannst, sondern eine Mischung aus zwei Anlegertypen bist. Die Einordnung hilft dir im nächsten Schritt bei der Konzepterstellung.

Im Folgenden siehst du beispielhaft, wie die Aufteilung der Anlageklassen bei einem ausgewogenen Anlegertyp aussehen kann.

Beispiel für einen ausgewogenen Anlegertyp

Risikoprofil

Hier siehst du beispielhaft, wie eine Aufteilung aussehen kann. Wichtig zu verstehen ist, dass diese Aufteilung auf das Gesamtkonzept betrachtet ist.

Um so ein Konzept zu erstellen, benötigst du mindestens 4 verschiedene Finanzprodukte.

Geld investieren 2023

Unabhängig von deiner Anlegermentalität solltest du diese Finanzprodukte in deinem Portfolio haben. Lediglich die Aufteilung der Anlageklassen (= Asset Allocation) solltest du entsprechend deiner Risikobereitschaft durchführen.

Risikomanagement ganzheitlich betrachten!

Auch als konservativer Anleger solltest du Finanzprodukte in deinem Portfolio haben, mit einer Aktienquote von 80 bis 100 % (beispielsweise eine Fondspolice). Die Betrachtung sollte immer auf dein Gesamtvermögen und nicht auf ein einzelnes Finanzprodukt erfolgen.

Tipps für die Erstellung deines Risikoprofils

Gerade zu Beginn ist es schwierig, zu entscheiden wie viel Risiko man bei der Geldanlage eingehen möchte. Die folgenden Tipps sollen dir eine erste Anlaufstelle geben:

Gut zu wissen

Wir achten bei der Konzepterstellung darauf, unnötige Risiken zu vermeiden, z. B. durch die Anlage im Sondervermögen einer Gesellschaft ist dein Geld im Insolvenzfall geschützt.

Fazit

Um dein persönliches Risikoprofil zu erstellen, musst du dir erst bewusst machen, welche Risiken es gibt (und vor allem, dass du immer Risiken ausgesetzt bist, sogar auf deinem Sparbuch). Durch die Erstellung eines Finanzkonzeptes kannst du deine Risiken minimieren (es gibt nicht das eine richtige Finanzprodukt, du musst verschiedene Produkte kombinieren). Je jünger du bist, desto mehr Risiken solltest du eingehen. Befasse dich grundsätzlich mit dem Thema Geldanlage (auch wenn du mit einem Finanzberater arbeitest). Nur so hast du die Möglichkeit zu verstehen, welche Risiken du eingehst und wie dein Risikoprofil aussehen sollte.

Jede Geldanlage birgt ein Risiko. Die Risiken der Geldanlage sind:

  • Liquiditätsrisiko
  • Schwankungsrisiko
  • Emittentenrisiko
  • Inflationsrisiko
  • Währungsrisiko

Eine Geldanlage muss nicht alle dieser Risiken aufweisen.

Grundsätzlich wird zwischen vier verschiedenen Risikoprofilen unterschieden:

  • konservative Anleger
  • ausgewogene Anleger
  • wachstumsorientierte Anleger
  • Spekulative Anleger

Um herauszufinden, welches Risikoprofil zu dir passt, stelle dir folgende Fragen:

Was ist dir wichtiger, Sicherheit oder Rendite?

Kannst du dir Verluste finanziell leisten?

Wie gehst du mit Verlusten um?

Was sind deine persönlichen Anlageziele?

Wie viel Erfahrung hast du bereits beim Thema Geldanlage gesammelt?

Unabhängige Finanzberater zeichnen sich dadurch aus, dass:

  • Sie als Makler im Vermittlerregister eingetragen sind
  • Sie dir grundsätzlich ein Konzept empfehlen und kein einzelnes Produkt
  • Sie sich wissenschaftlicher Auswertungsmethoden bedienen und nicht „emotional verkaufen“.

 

Zusätzlich sind gute Finanzberater serviceorientiert und sprechen mit dir regelmäßig über deine Anlagen und optimieren diese (wenn nötig).

Grundsätzlich findest du im Internet zahlreiche Vorschläge. Viele Portale helfen hier auch (empfehlen wir nicht, da diese sich meistens dafür bezahlen lassen). Da du uns schon gefunden hast, brauchst du nicht weiterzusuchen. Wir helfen dir gerne weiter.

Unsere unabhängigen Finanzberater arbeiten auf Basis wissenschaftlicher Berechnungsmethoden. Durch den Einsatz von digitalen Tools stellen wir sicher, dass wir einen unabhängigen Marktvergleich durchführen können. In persönlichen Gesprächen (bei uns grundsätzlich digital) wird ein individuelles Konzept mit dir ausgearbeitet, dass deine persönlichen Ziele umfasst.

Aus unserer Sicht lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Honorarverträge sind zwar transparenter in der Kostenerhebung, allerdings ist die Produktvielfalt in der „Provisionswelt“ deutlich größer. Bei uns kannst du zwischen Nettotarifen (Honorar) und Bruttotarifen (Provision) entscheiden.

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