Pflegepflichtversicherung für Polizisten

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Das Wichtigste in Kürze:

Als Polizistin oder Polizist stellst du dich täglich den Herausforderungen zum Schutz unserer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass du dich bereits zu Beginn deiner Laufbahn als Polizeikommissaranwärter (PKA) oder Polizeimeisteranwärter (PMA) umfassend absicherst. Neben einer angemessenen Krankenversicherung – sei es über die freie Heilfürsorge plus Anwartschaft oder eine private Krankenversicherung – sowie einer Dienstunfähigkeits– und/oder Diensthaftpflichtversicherung ist auch die Pflegepflichtversicherung unverzichtbar.

Diese ist nach § 23 Abs. 1 SGB XI für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Pflicht. Du bist also verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen und innerhalb der ersten drei Monate deines Polizeidienstes einen entsprechenden Nachweis vorzulegen. Versäumst du dies, droht dir nicht nur ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro für diese Ordnungswidrigkeit, sondern auch die Nachzahlung der fälligen Beiträge. Kümmere dich also rechtzeitig um eine angemessene Pflegeversicherung.
Gut zu wissen: Unabhängig davon, ob du dich für eine private Krankenversicherung entscheidest oder die freie Heilfürsorge in Kombination mit einer Anwartschaftsversicherung wählst, ist der Abschluss einer Pflegepflichtversicherung immer erforderlich. Diese ist nicht automatisch in den genannten Versicherungsformen enthalten und muss daher zusätzlich abgeschlossen werden.

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Pflegeversicherung für Polizeibeamte: Welche Optionen habe ich als Polizist bzw. Polizeianwärter?

Welche Möglichkeiten du als PKA oder PMA hast, eine Pflegeversicherung abzuschließen, hängt davon ab, wie du krankenversichert bist. Bist du zum Beispiel in der PKV (Private Krankenversicherung) versichert, bleibt dir nur der Abschluss einer privaten Pflegepflichtversicherung. Diese ist speziell auf Beamte zugeschnitten und berücksichtigt, dass ein Teil der Pflegekosten von der Beihilfe übernommen wird. Beide zusammen, also PKV und Beihilfe, decken in der Regel den gesamten Bedarf ab.

Als Mitglied einer privaten Krankenversicherung besteht in der Regel nicht die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Pflegeversicherung zu versichern.

Tipp: Wenn du bereits privat versichert bist, empfiehlt es sich, direkt bei deinem Versicherer nach einer passenden privaten Pflegepflichtversicherung zu fragen. Natürlich können wir diesen Schritt auch für dich übernehmen und dir eine maßgeschneiderte Versicherungslösung anbieten. Jetzt Kontakt aufzunehmen!
Hast du dich bezüglich deiner Krankenversicherung für die freie Heilfürsorge plus Anwartschaft oder eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse entschieden, sieht die Sache anders aus, denn dann kannst du dich freiwillig in der staatlichen Pflegepflichtversicherung anmelden. Du musst dich aber aktiv darum kümmern, da die Anmeldung nicht automatisch erfolgt. Aus Kostengründen raten wir als erfahrene Finanzberater von einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen PV ab.

Pflegeversicherungen für Polizeibeamte: im Vergleich

private vs gesetzliche pv

Was kostet eine Pflegeversicherung für Polizeibeamte?

Wie viel die Pflegeversicherung einen Polizisten bzw. Polizeibeamten kostet, hängt davon ab, ob er privat oder gesetzlich versichert ist. Hier ein detaillierter Überblick über die Beitragsstrukturen in beiden Versicherungssystemen:

PPV (private Pflegeversicherung)

Bei der privaten Pflegepflichtversicherung richtet sich der Beitrag nach dem Eintrittsalter bei Vertragsabschluss. Entscheidend für die Höhe des Beitrags ist also das Alter des Beamten bei Vertragsabschluss.
Gut zu wissen: Beihilfeberechtigte Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte zahlen höchstens 40 Prozent des Höchstbeitrages der gesetzlichen Pflegeversicherung. Seit dem 1. Januar 2024 beträgt dieser Höchstbeitrag 70,38 Euro monatlich.

Gesetzliche Pflegepflichtversicherung

In der gesetzlichen Pflegeversicherung richtet sich der Beitrag nach der Höhe des Einkommens. Beamte zahlen die Hälfte des regulären Beitragssatzes von derzeit 3,4 Prozent, also 1,7 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen.
Gut zu wissen: Kinderlose Polizeibeamtinnen und -beamte, die mindestens 23 Jahre alt sind, zahlen zusätzlich zu den 1,7 Prozent einen Beitragszuschlag von 0,6 Prozentpunkten, insgesamt also 2,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens.

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Fazit

Die Pflegeversicherung ist für Polizeibeamte eine unverzichtbare Absicherung, die wesentlich zur finanziellen Sicherheit im Pflegefall beiträgt. Polizisten stehen täglich im Dienst der Gesellschaft und benötigen daher eine solide Absicherung gegen die hohen Kosten, die im Pflegefall entstehen können. Es ist wichtig, dass Polizeibeamte die Fristen zur Nachweisführung einhalten und sich über die spezifischen Regelungen ihrer Versicherungsart informieren, um finanzielle Nachteile und rechtliche Probleme zu vermeiden. Die Wahl der richtigen Pflegeversicherung sollte daher sorgfältig getroffen werden, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang können auch zusätzliche Pflegeversicherungen wie das Pflegetagegeld oder die Pflegekostenversicherung in Betracht gezogen werden, um eine umfassendere Abdeckung zu erreichen.

Pflegeversicherung für Polizeibeamte FAQ – die meistgestellten Fragen

Wie kann ich als Polizeianwärter meine Pflegepflichtversicherung kündigen?
Nach Beendigung des Beamtenverhältnisses hast du ein Sonderkündigungsrecht für deine Pflegepflichtversicherung sowie für eventuell bestehende Anwartschaftsversicherungen. Wichtig ist, dass du deine bestehende Pflegepflichtversicherung erst dann kündigen kannst, wenn du der Versicherung einen Nachweis über den Abschluss einer neuen Krankenversicherung vorlegst. So ist sichergestellt, dass du zu keinem Zeitpunkt ohne Versicherungsschutz dastehst.
Wichtig: Um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten, ist darauf zu achten, dass die Ummeldung bei der Kranken- und Pflegeversicherung rechtzeitig nach Abbruch der Ausbildung erfolgt.
Als Polizeibeamter hast du verschiedene Optionen zur Verfügung, um deine Pflegevorsorge über die grundlegende Pflegepflichtversicherung hinaus zu ergänzen. Je nach deinen persönlichen Bedürfnissen und Vorstellungen zur Pflege kannst du zwischen folgenden Zusatzversicherungen wählen:
  • Pflegetagegeldversicherung: Diese Versicherung zahlt dir im Pflegefall einen vorab festgelegten Tagesbetrag, abhängig von deinem Pflegegrad. Zum Beispiel könnten das 50 Euro täglich sein. Das Pflegetagegeld steht dir zur freien Verfügung, unabhängig davon, ob du stationär in einem Pflegeheim untergebracht bist, von professionellen Pflegediensten betreut wirst oder die Pflege durch Angehörige erfolgt. Diese Flexibilität ermöglicht es dir, die Mittel nach deinen individuellen Bedürfnissen einzusetzen.
  • Pflegekostenversicherung: Bei dieser Form der Versicherung werden die nachgewiesenen Pflegekosten direkt vom Versicherer übernommen. Die Erstattung beschränkt sich meist auf Leistungen, die im Katalog der gesetzlichen Pflegeversicherung enthalten sind. Im Gegensatz zum Pflegetagegeld ist die Verwendung der Mittel aus der Pflegekostenversicherung auf spezifische pflegerische Leistungen beschränkt und bietet daher weniger Flexibilität.
Wenn du weitere Informationen benötigst oder spezifische Fragen zu den verschiedenen Pflegevorsorgeoptionen hast, zögere nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Angesichts steigender Kosten, insbesondere im Bereich der stationären Pflege, und einer zunehmenden Zahl von Pflegebedürftigen stellt sich für viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte die Frage, ob eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist. Die gesetzliche und private Pflegepflichtversicherung deckt zwar Grundleistungen ab, die tatsächlichen Kosten der Pflegebedürftigkeit können diese Zuschüsse jedoch oft deutlich übersteigen.

Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten für stationäre Pflege in Deutschland je nach Bundesland auf etwa 3.500 bis 4.000 Euro pro Monat – ein Betrag, der die Leistungen der Pflegepflichtversicherung in der Regel deutlich übersteigt.

Die Entscheidung für eine private Pflegezusatzversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Höhe des Einkommens und den persönlichen Lebensumständen. In der Regel bietet die Pflegepflichtversicherung zwar eine Grundversorgung, kann aber die hohen Kosten im Pflegefall oft nicht vollständig abdecken.

Eine private Pflegezusatzversicherung kann daher eine sinnvolle Ergänzung sein, um die entstehende Versorgungslücke zu schließen und zu verhindern, dass du oder deine Angehörigen die hohen Pflegekosten aus dem Privatvermögen finanzieren müssen. Sie trägt dazu bei, deine finanzielle Sicherheit im Pflegefall zu erhöhen und die finanzielle Belastung deiner Familie zu minimieren. Gerne unterbreiten wir dir ein personalisiertes Angebot. Jetzt Kontakt aufzunehmen!

Wenn du als Polizeibeamter pflegebedürftig wirst, kannst du auf die Unterstützung durch die Beihilfe zählen. Die Beihilfeleistungen, die du erhältst, hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter dein Pflegegrad, die Art der Pflege, die du benötigst, und das Bundesland, in dem du lebst.
  • Stationäre Pflege: Die Beihilfe übernimmt in der Regel zwischen 50 und 70 Prozent der Pflegekosten, wenn du privat pflegeversichert bist. Der genaue Anteil ist abhängig von deinem Bundesland und deinem Pflegegrad. Für die stationäre Pflege in einem Pflegeheim werden die reinen Pflegeleistungen anteilig von der Beihilfe übernommen, wobei die Regelungen für Kosten wie Unterkunft und Verpflegung je nach Bundesland variieren können.
  • Ambulante Pflege: Wenn die Pflege zu Hause erfolgt, sei es durch Angehörige oder professionelle Pflegedienste, wird ebenfalls Beihilfe geleistet. Bei Betreuung durch Familienangehörige wie Partner, Freunde oder Kinder kann Pflegegeld bezogen werden, dessen Höhe jedoch unter den Höchstgrenzen für professionelle Pflegedienste liegt.
Die Kombination aus Beihilfe und privater Pflegepflichtversicherung deckt in etwa die Leistungen ab, die auch die gesetzlichen Pflegekassen bieten. Durch zusätzliche Beihilfeleistungen in vielen Bundesländern sind beihilfeberechtigte Beamte in der stationären Pflege oft besser gestellt als Nichtbeihilfeberechtigte. In einigen Bundesländern wie Bayern gibt es sogar ergänzende Beihilfeleistungen, die über das normale Maß hinausgehen.

Gut zu wissen: Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegegrad, der von leichten Einschränkungen im Alltag (Pflegegrad 1) bis zu schweren Beeinträchtigungen (Pflegegrad 5) reicht. Je höher der Pflegegrad, desto höher die Unterstützung. Die konkreten Leistungen und die Höhe des Pflegegeldes unterscheiden sich jedoch erheblich zwischen den einzelnen Bundesländern.

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