Wie Erben vergessene Konten aufspüren – So funktioniert die Nachforschung

Ein Todesfall bringt nicht nur Trauer mit sich, sondern oft auch viel Papierkram und Unsicherheit. Wer erbt, steht schnell vor der Frage: Was gehört eigentlich alles zum Nachlass? Neben Haus, Auto oder Versicherungen können auch alte, längst vergessene Konten dazugehören – mitunter sogar mit stattlichem Guthaben. Doch wie findest du solche Konten? Und worauf musst du achten, wenn du Nachforschungen anstellst? In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du als Erbe gezielt nach vergessenen Konten suchen kannst – mit konkreten Ansprechpartnern, hilfreichen Tipps und wichtigen rechtlichen Hinweisen.
vergessene Konten schublade
Vergessene Konten tauchen oft in Nachlässen auf – ein Blick ins Sparbuch kann bares Geld bedeuten.

Warum es vergessene Konten überhaupt gibt

Im Laufe eines Lebens eröffnen viele Menschen mehrere Konten – bei verschiedenen Banken, Sparkassen oder sogar im Ausland. Manche Konten wurden nur für ein Projekt angelegt, manche lagen jahrelang still. Und mit der Zeit geraten sie einfach in Vergessenheit – vor allem dann, wenn der Kontoinhaber keine Unterlagen hinterlässt oder vieles nur noch digital abgewickelt wurde. Für dich als Erbe ist es wichtig, alle vorhandenen Konten zu identifizieren, damit du den Nachlass vollständig regeln und mögliche Guthaben sichern kannst.

So findest du vergessene Konten – Schritt für Schritt

1. Starte eine offizielle Nachforschung bei Banken und Verbänden

Du kannst bei Banken oder ihren Verbänden eine schriftliche Anfrage stellen. Wichtig ist: Du musst nachweisen, dass du zur Nachforschung berechtigt bist – zum Beispiel durch:
  • einen Erbschein
  • ein Testament mit gerichtlicher Eröffnungsniederschrift
  • andere offizielle Nachweise (z. B. Vollmacht oder gerichtlicher Beschluss

2. Wende dich an die richtigen Stellen

Je nachdem, wo dein verstorbener Angehöriger Konten hatte, gibt es unterschiedliche Anlaufstellen:
  • Privatbanken: Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hilft bei der Suche in seinen Mitgliedsinstituten. Du kannst dort einen Antrag stellen, der deinen Erbnachweis enthält.
    ➜ Die Suche ist meist kostenlos, nur in Berlin und den neuen Bundesländern fällt eine Gebühr von ca. 20 € an.
  • Sparkassen: Hier ist der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zuständig. Die Anfrage kannst du einfach per E-Mail an
    nachforschung@dsgv.de stellen – mit Nachweis deiner Berechtigung.
  • Raiffeisen- und Volksbanken: Wende dich direkt an die jeweilige Bank oder an den regionalen Genossenschaftsverband. Auch hier sind Nachforschungen oft möglich.
  • Ausländische Banken: Bei Konten im Ausland wird es etwas komplizierter. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Anwalt oder einen spezialisierten Nachforschungsdienst einzuschalten.

3. Dokumentiere alles schriftlich

Führe deine gesamte Kommunikation schriftlich oder per E-Mail. So kannst du später belegen, was du angefragt hast und welche Antworten du bekommen hast. Heb alle Unterlagen gut auf – im Zweifel kannst du sie noch brauchen.

Was du bei der Nachforschung beachten solltest

  • Ohne Nachweis geht nichts: Die Banken geben dir nur Auskunft, wenn du belegen kannst, dass du wirklich erbberechtigt bist – zum Beispiel mit einem Erbschein oder einer gerichtlichen Eröffnungsniederschrift. Ohne das bleiben dir die Türen leider verschlossen.
  • Manchmal kostet’s ein bisschen: Die meisten Nachforschungen sind kostenlos, aber es gibt Ausnahmen. Manche Verbände verlangen eine kleine Gebühr – meist sind das 10 bis 20 Euro. Nicht die Welt, aber gut zu wissen.
  • Bring etwas Geduld mit: Die Rückmeldungen lassen oft auf sich warten. Je nach Bank oder Verband kann das ein paar Wochen dauern. Also nicht nervös werden, wenn’s nicht sofort Antwort gibt.
  • Vergiss die anderen Geldtöpfe nicht: Es muss nicht immer nur ein klassisches Girokonto sein. Denk auch an Depots, Bausparverträge oder digitale Konten – wie Paypal, Online-Banken oder sogar Kryptowallets. Auch das kann Teil des Erbes sein.

Fazit

Ein vergessenes Konto ist nichts Ungewöhnliches – und es wäre schade, wenn dabei Geld liegen bleibt, das dir eigentlich zusteht. Mit etwas Geduld und den richtigen Schritten kannst du dafür sorgen, dass kein Teil des Erbes verloren geht. Und manchmal geht es gar nicht nur ums Geld. Hinter einem alten Konto kann auch ein Stück Lebensgeschichte stecken. Vielleicht ist es ein Hinweis auf eine besondere Zeit, ein vergessenes Projekt oder einfach ein letztes Puzzleteil im Leben eines geliebten Menschen.
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Hallo, ich bin Franz Paufler

Ich arbeite gern mit Zahlen – aber noch lieber mit Menschen. Für viele, die zu mir kommen, geht es nicht um die eine perfekte Geldanlage, sondern um etwas Grundsätzliches: endlich Ordnung in die eigenen Finanzen bringen. Verstehen, was sinnvoll ist. Und das gute Gefühl, einen Plan zu haben, der wirklich passt.

Dabei unterstütze ich vor allem bei Themen wie Altersvorsorge und langfristiger Finanzplanung. Kompliziert muss das nicht sein – wichtig ist, dass es zu dir und deiner Lebenssituation passt. Und genau dafür nehme ich mir Zeit: Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und entwickle gemeinsam mit dir eine Lösung, die du wirklich verstehst und mittragen kannst.

Mein Motto: „Finanzplanung soll nicht kompliziert sein, sondern maßgeschneidert und klar.“

Wenn du jemanden suchst, der dich ehrlich berät und dir dabei hilft, in Finanzfragen den Überblick zu behalten, freue ich mich, dich kennenzulernen.

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