Wie du in deinen Dreißigern den Grundstein für einen entspannten Ruhestand legst – ohne auf heute zu verzichten
Schritt 1: Versteh dein Problem – die Rentenlücke ist größer, als viele denken
Die Mär von der Standardrente
48,15 Entgeltpunkte × 42,49 € Rentenwert = 2.045 Euro brutto im Monat
Die Realität: Deutlich weniger Rentenpunkte
- Männern: ca. 38 Entgeltpunkte
- Frauen: nur ca. 29 Entgeltpunkte
Rechenbeispiel (Frau mit 29 Punkten):
Schritt 2: Bilde finanzielle Resilienz: Notgroschen vor Altersvorsorge
- Notgroschen: 3–6 Nettogehälter auf einem Tagesgeldkonto. Für unerwartete Ausgaben wie Autoreparaturen oder Jobverlust.
- Schulden abbauen: Hohe Zinsen fressen jeden Renditevorteil. Tilge zuerst Dispokredite und Ratenkäufe.
- Cashflow verstehen: Führe ein Haushaltsbuch oder nutze Apps wie Finanzguru oder MoneyControl. So findest du Sparpotenzial.
Schritt 3: Fang früh an – Zeit ist dein größter Verbündeter
Warum Zeit mehr wert ist als Geld
- Start mit 30 Jahren: Du baust dir bis zur Rente mit 67 ein Vermögen von rund 285.000 Euro auf.
- Start erst mit 40 Jahren: Es werden nur noch etwa 140.000 Euro – obwohl du genauso viel investierst.
- Du musst nicht reich sein, um mit dem Sparen zu starten – 25 € im Monat sind besser als gar nichts.
- Zeit kann kleine Beiträge zu großen Summen machen. Der Zinseszins ist geduldig – aber du musst ihm Gelegenheit geben, zu wirken.
Nutze staatliche Förderung – aber nicht blind
Riester-Rente – sinnvoll für Familien mit Kindern
- Besonders dann, wenn du Kinder hast – denn für jedes Kind gibt es jährliche Zulagen vom Staat.
- Auch für Menschen mit niedrigem Einkommen kann Riester sinnvoll sein, weil sie oft mehr Förderung erhalten als sie selbst einzahlen müssen.
- Aber: Viele Altverträge sind teuer und unflexibel. Neue Produkte bieten oft bessere Konditionen.
Rürup-Rente (Basisrente) – attraktiv für Selbstständige
- Beiträge zur Rürup-Rente sind steuerlich absetzbar – im Jahr 2025 bis zu 27.565 Euro (für Alleinstehende).
- Besonders interessant für Selbstständige oder Besserverdienende, die keine gesetzliche Rentenversicherung nutzen können oder wollen.
- Pluspunkt: Die Rürup-Rente ist nicht pfändbar und insolvenzsicher – ein Vorteil in unsicheren Zeiten.
- Aber: Es gibt keine Kapitalauszahlung – nur lebenslange Rente. Und im Todesfall oft kein Geld für Hinterbliebene, wenn keine Zusatzvereinbarung besteht.
bAV – Betriebliche Altersvorsorge mit Zuschusspotenzial
- Beiträge zur bAV fließen steuer- und sozialabgabenfrei in deine Altersvorsorge.
- Dein Arbeitgeber muss mindestens 15 % Zuschuss leisten – manche geben mehr.
- Besonders lohnend bei dauerhaftem Job und guter Arbeitgeberförderung.
Risikoabsicherung gehört zur Vorsorge dazu
Worauf du achten solltest:
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: Du sollst nicht auf irgendeinen anderen Beruf verwiesen werden können.
- Weltweiter Versicherungsschutz: Auch wenn du im Ausland lebst oder arbeitest.
- Ausreichende BU-Rente: Faustregel: Mindestens 70 % deines aktuellen Nettoeinkommens absichern.
- Früh abschließen: Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger sind die Beiträge.
Risikolebensversicherung – Schutz für deine Familie
Typische Einsatzszenarien:
- Absicherung des Lebenspartners oder Ehepartners
- Schutz deiner Kinder im Todesfall
- Sicherung der Immobilienfinanzierung (Stichwort: Restschuld)
Unfallversicherung – sinnvoll, aber kein Ersatz für BU
Geeignet für:
- Menschen mit risikoreichen Hobbys oder Berufen
- Kinder (z. B. Schülerunfallversicherung als Ergänzung)
- Ergänzung zu bestehenden Absicherungen
Absicherung ist keine Kür – sondern Pflicht
Fazit
Die meistgestellten Fragen meiner Mandanten
Sollte ich meine Altersvorsorge auch bei Scheidung absichern?
Was passiert mit meinen Rentenpunkten, wenn ich auswandere?
Kann ich meine Altersvorsorge für den Hauskauf nutzen?
Wie oft sollte ich meine Altersvorsorge überprüfen?
Hallo, ich bin Franz Paufler
Ich arbeite gern mit Zahlen – aber noch lieber mit Menschen. Für viele, die zu mir kommen, geht es nicht um die eine perfekte Geldanlage, sondern um etwas Grundsätzliches: endlich Ordnung in die eigenen Finanzen bringen. Verstehen, was sinnvoll ist. Und das gute Gefühl, einen Plan zu haben, der wirklich passt.
Dabei unterstütze ich vor allem bei Themen wie Altersvorsorge und langfristiger Finanzplanung. Kompliziert muss das nicht sein – wichtig ist, dass es zu dir und deiner Lebenssituation passt. Und genau dafür nehme ich mir Zeit: Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und entwickle gemeinsam mit dir eine Lösung, die du wirklich verstehst und mittragen kannst.
Mein Motto: „Finanzplanung soll nicht kompliziert sein, sondern maßgeschneidert und klar.“
Wenn du jemanden suchst, der dich ehrlich berät und dir dabei hilft, in Finanzfragen den Überblick zu behalten, freue ich mich, dich kennenzulernen.