Herr K. ist 53, verheiratet, zwei Kinder sind aus dem Haus. Das Haus ist fast abbezahlt, die Karriere läuft solide. Als wir uns zum Beratungsgespräch treffen, sagt er: „Ich glaube, ich bin ganz gut aufgestellt. Ich hab ja mal was gemacht – Riester, ein bisschen Bausparen – und dann gibt’s ja noch die gesetzliche Rente.“
Wir rechnen gemeinsam nach – und plötzlich wird es still. Bei Renteneintritt mit 67 bleibt ihm nach heutigem Stand ein monatliches Einkommen von rund 1.200 Euro. Gewünscht wären 2.000. Das bedeutet: Eine monatliche Lücke von 800 Euro – oder über 9.000 Euro im Jahr. „Das hätte ich nicht gedacht“, sagt er.
Und Herr K. ist kein Einzelfall. Viele über 50 sind überzeugt, dass „schon irgendwie genug da sein wird“. Aber was fehlt, ist oft der Überblick – und die Erkenntnis, wie groß die Lücke tatsächlich ist.
Warum viele ihre Altersvorsorge falsch einschätzen
„Ich hab doch die gesetzliche Rente“
„Mein Haus ist meine Altersvorsorge“
„Ich hab ja was abgeschlossen“
„Ich hab ja noch Zeit“
Rechne selbst: Wie groß ist deine Rentenlücke wirklich?
- Dein gewünschtes monatliches Renteneinkommen: 1.800 Euro netto
- Deine erwartete gesetzliche Rente laut Renteninformation: 1.100 Euro
- Monatliche Lücke: 700 Euro, das sind 8.400 Euro pro Jahr
Private Altersvorsorge mit 50+: Ist da noch was möglich?
Du kannst gezielt mit Einmalanlagen arbeiten – zum Beispiel aus Boni, Erbschaften oder Rücklagen. Oder du nutzt steuerlich geförderte Modelle wie die betriebliche Altersvorsorge oder die Rürup-Rente , um clever Kapital aufzubauen und dabei Steuern zu sparen. Die größte Gefahr liegt nicht im späten Einstieg – sondern im Nichtstun.
Diese Strategien für die Altersvorsorge funktionieren auch mit 50+
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Rürup-Rente (Basisrente)
ETF-Sparpläne und freie Kapitalanlage
Immobilien strategisch nutzen
Klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung mit kurzer Laufzeit
Was du ab 50 jetzt tun solltest
✅ Renteninformation bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern
✅ Bestehende Vorsorgeverträge sichten – und kritisch prüfen lassen
- Passen diese Verträge noch zu deiner Lebenssituation?
- Wann enden sie – und wie sehen die Auszahlungsoptionen aus?
- Was kostet dich der Vertrag wirklich – und was bringt er voraussichtlich netto im Alter?
✅ Dein Wunsch-Nettoeinkommen im Ruhestand definieren
- Welche Fixkosten wirst du im Ruhestand haben?
- Welche Ausgaben fallen vielleicht weg (z. B. Kredit, Berufspendeln)?
- Was möchtest du dir leisten – Reisen, Hobbys, Unterstützung für Kinder/Enkel?
✅ Steuerlich geförderte Produkte prüfen – bAV, Rürup & Co.
- Rürup-Rente: Ideal für Gutverdiener & Selbstständige – Beiträge sind als Sonderausgaben voll abzugsfähig.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Steuer- und sozialabgabenfreie Entgeltumwandlung. Oft mit Arbeitgeberzuschuss kombinierbar.
- Förderung nutzen: Je nach Steuerklasse und Produkt kann sich der Effekt spürbar im Nettogehalt oder bei der Steuererklärung zeigen.
✅ Ein Beratungsgespräch führen – am besten jetzt, nicht erst später
- Deine Versorgungslücke realistisch zu ermitteln
- Passende Lösungen zu finden – ohne Überversicherung
- Deine bestehenden Verträge sinnvoll einzuordnen und ggf. zu ergänzen
Fazit
Mit einem klaren Überblick, realistischen Zielen und den richtigen Strategien lässt sich auch mit 50+ noch viel erreichen. Ich begleite Mandanten regelmäßig dabei, ihre Ruhestandsplanung auf sichere Beine zu stellen – nicht mit Panik, sondern mit Plan.
Altersvorsorge ab 50: die meistgestellten Fragen
Sollte ich mit über 50 noch eine private Rentenversicherung abschließen – lohnt sich das überhaupt noch?
Was passiert mit meiner Altersvorsorge im Todesfall – kann ich das an meine Familie vererben?
Kann ich meine bestehende Vorsorge noch aufstocken oder anpassen – ohne neue Verträge abzuschließen?
Welche Rolle spielt die Inflation bei meiner Altersvorsorge – und wie kann ich mich schützen?
Ist es sinnvoll, Schulden vor der Rente komplett zu tilgen – oder lieber Vermögen aufbauen?
Hallo, ich bin Franz Paufler
Ich arbeite gern mit Zahlen – aber noch lieber mit Menschen. Für viele, die zu mir kommen, geht es nicht um die eine perfekte Geldanlage, sondern um etwas Grundsätzliches: endlich Ordnung in die eigenen Finanzen bringen. Verstehen, was sinnvoll ist. Und das gute Gefühl, einen Plan zu haben, der wirklich passt.
Dabei unterstütze ich vor allem bei Themen wie Altersvorsorge und langfristiger Finanzplanung. Kompliziert muss das nicht sein – wichtig ist, dass es zu dir und deiner Lebenssituation passt. Und genau dafür nehme ich mir Zeit: Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und entwickle gemeinsam mit dir eine Lösung, die du wirklich verstehst und mittragen kannst.
Mein Motto: „Finanzplanung soll nicht kompliziert sein, sondern maßgeschneidert und klar.“
Wenn du jemanden suchst, der dich ehrlich berät und dir dabei hilft, in Finanzfragen den Überblick zu behalten, freue ich mich, dich kennenzulernen.