Doch die Realität zeigt: Kinderbetreuung ist oft teuer und Plätze im Kindergarten oder in der Tagespflege sind nicht immer verfügbar. Ein Vollzeitjob lohnt sich deshalb für viele Frauen kaum, wenn ein Großteil des Gehalts für Betreuungskosten draufgeht. Darum entscheiden sich die meisten für einen Teilzeit- oder Minijob. Damit bleibt genug Zeit für die Familie, und gleichzeitig tragen sie etwas zum Haushaltseinkommen bei. Doch ein Minijob allein reicht in den meisten Fällen nicht aus, um später genügend Rentenansprüche aufzubauen. Wenn nichts dagegen unternommen wird, kann daraus eine deutliche Rentenlücke entstehen.
Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, auch mit einem Minijob gezielt vorzusorgen. Nachfolgend zeige ich dir, welche Schritte dir helfen können, deine Altersvorsorge auf ein solides Fundament zu stellen.
Warum Minijobs keine ausreichende Altersvorsorge bieten
Option 1: Aufstockung der Rentenversicherungsbeiträge
Allerdings bleiben deine Rentenansprüche auch mit einem Minijob eher gering. Bei einem Verdienst von 520 Euro im Monat und einem Rentenniveau von 48 Prozent wird das im Alter kaum ausreichen. Um dich wirklich abzusichern, kommst du um eine zusätzliche private Altersvorsorge nicht herum – ob mit einer Riester-Rente, einer Rürup-Rente oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Hier zeige ich dir, welche Lösung am besten zu deiner Situation passt.
Option 2: Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Beispielsweise kannst du bei einem Einkommen von 520 Euro monatlich einen Beitrag von 50 Euro in die bAV einzahlen. Dein Arbeitgeber legt 15 Prozent (7,50 Euro) obendrauf, sodass insgesamt 57,50 Euro in deine Altersvorsorge fließen. Die betriebliche Altersvorsorge wird dir später in Form einer lebenslangen Betriebsrente ausbezahlt.
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Option 3: Die Riester-Rente
Um die vollen Zulagen zu bekommen, musst du 4 Prozent deines Vorjahreseinkommens (abzüglich der Zulagen) in den Vertrag einzahlen. Der Mindestbeitrag liegt bei nur 60 Euro pro Jahr – das macht die Riester-Rente besonders attraktiv für Minijobberinnen mit mehreren Kindern.
Beispielsweise kannst du bei einem Einkommen von 520 Euro monatlich einen Beitrag von 50 Euro in die bAV einzahlen. Dein Arbeitgeber legt 15 Prozent (7,50 Euro) obendrauf, sodass insgesamt 57,50 Euro in deine Altersvorsorge fließen. Die betriebliche Altersvorsorge wird dir später in Form einer lebenslangen Betriebsrente ausbezahlt.
Option 4: Fondsgebundene Rentenversicherungen
Der Vorteil: Am Ende der Laufzeit kannst du wählen, ob du dir eine lebenslange Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung auszahlen lassen möchtest. Diese Flexibilität macht fondsgebundene Rentenversicherungen besonders interessant für alle, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente oder bAV eine individuell zugeschnittene Vorsorgestrategie aufbauen wollen. Du kannst deine Beiträge dabei flexibel anpassen, falls sich deine finanzielle Situation einmal ändert.
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Option 5: ETF-Sparpläne und andere Anlageformen
Schon kleine Beiträge können sich lohnen: Mit 25 Euro monatlich und einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent kannst du über 30 Jahre hinweg mehr als 20.000 Euro ansparen. Je höher dein Beitrag, desto größer natürlich dein Vermögen im Alter. Ein weiterer Vorteil von ETFs ist ihre Flexibilität: Du kannst deine monatlichen Einzahlungen jederzeit erhöhen, reduzieren oder sogar pausieren, falls es nötig ist.
ETF-Sparpläne eignen sich besonders für Frauen, die ihre Altersvorsorge eigenständig gestalten möchten und dabei Wert auf Kosteneffizienz und Flexibilität legen.
Fazit
Altersvorsorge für Frauen in Minijobs - die meistgestellten Fragen
Kann ich als Minijobberin eine Riester-Rente abschließen, auch wenn ich von der Rentenversicherungspflicht befreit bin?
Was passiert mit meiner betrieblichen Altersvorsorge, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?
Lohnt sich eine Altersvorsorge auch bei einem sehr geringen Einkommen im Minijob?
Kann ich in einem Minijob zusätzlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?
Was passiert, wenn ich in Elternzeit bin und nur einen Minijob habe?
Gibt es Zuschüsse zur Altersvorsorge für Minijobberinnen?
Hallo, ich bin Franz Paufler
Ich arbeite gern mit Zahlen – aber noch lieber mit Menschen. Für viele, die zu mir kommen, geht es nicht um die eine perfekte Geldanlage, sondern um etwas Grundsätzliches: endlich Ordnung in die eigenen Finanzen bringen. Verstehen, was sinnvoll ist. Und das gute Gefühl, einen Plan zu haben, der wirklich passt.
Dabei unterstütze ich vor allem bei Themen wie Altersvorsorge und langfristiger Finanzplanung. Kompliziert muss das nicht sein – wichtig ist, dass es zu dir und deiner Lebenssituation passt. Und genau dafür nehme ich mir Zeit: Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und entwickle gemeinsam mit dir eine Lösung, die du wirklich verstehst und mittragen kannst.
Mein Motto: „Finanzplanung soll nicht kompliziert sein, sondern maßgeschneidert und klar.“
Wenn du jemanden suchst, der dich ehrlich berät und dir dabei hilft, in Finanzfragen den Überblick zu behalten, freue ich mich, dich kennenzulernen.