Warum Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Dienst eine private Altersvorsorge brauchen
Aber hier liegt der Haken: Die Rentenansprüche aus dem Versorgungswerk allein reichen oft nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand aufrechtzuerhalten. Längere Ausbildungszeiten, später Berufseinstieg, Elternzeiten oder Teilzeitarbeit reduzieren die Höhe der Altersrente erheblich. Hinzu kommen steigende Lebenshaltungskosten im Alter – etwa für Pflege, Gesundheit oder Wohnen – die das verfügbare Einkommen schnell aufzehren können.
Beispiel aus der Praxis:
- Seine erwartete Altersrente aus dem Versorgungswerk: ca. 3.000 Euro brutto
- Abzüge für Steuern und Krankenversicherung: Etwa 20–25 %, also ca. 600–750 Euro
- Verbleibende Netto-Rente: ca. 2.250–2.400 Euro
Auf den ersten Blick scheint das auskömmlich, aber nun kommen die laufenden Kosten ins Spiel:
- 1.200 Euro für Miete und Nebenkosten (realistisch für eine kleinere Wohnung in einer Stadt oder eine größere auf dem Land)
- 450 Euro für Lebensmittel und Alltagskosten
- 250 Euro für private Versicherungen, Auto oder ÖPNV
- 300 Euro für Freizeit, Familie, Reisen
Verbleibender Puffer für ungeplante Ausgaben: 50–500 Euro. Jetzt wird es kritisch: Wenn unerwartete Kosten für Gesundheit, Pflege oder Modernisierung der Wohnung anfallen, kann es schnell eng werden.
Welche Möglichkeiten gibt es für Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Dienst?
1. Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
2. Private Rentenversicherung (fondsgebunden oder klassisch)
Praxisbeispiel: Dr. Meier, eine angestellte Fachärztin, entschied sich für eine fondsgebundene Rentenversicherung. Sie zahlt monatlich 300 Euro ein, von denen ein Teil in Aktienfonds fließt. Nach 25 Jahren hat sie ein Kapital von rund 120.000 Euro aufgebaut. Dieses Kapital wird ihr im Ruhestand als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt – eine wertvolle Ergänzung zu ihrer Altersrente aus dem Versorgungswerk.
3. Rürup-Rente (Basisrente)
Praxisbeispiel: Dr. Schulze, ein angestellter Oberarzt, nutzt die Rürup-Rente, um seine Steuerlast während der Berufstätigkeit zu senken. Er zahlt jährlich 6.000 Euro in eine fondsgebundene Rürup-Rente ein. Dank der steuerlichen Absetzbarkeit spart er jedes Jahr einen erheblichen Betrag an Einkommensteuer. Im Ruhestand erhält er eine zusätzliche monatliche Rente, die seine Versorgungslücke schließt und ihm finanzielle Sicherheit gibt.
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Praxisbeispiel: Dr. Schmidt investierte frühzeitig in eine Eigentumswohnung, die er vermietet. Die monatlichen Mieteinnahmen von 1.200 Euro ergänzen seine Altersrente und decken einen Großteil seiner Fixkosten im Ruhestand. Gleichzeitig hat die Immobilie über die Jahre an Wert gewonnen, was ihm zusätzliche Sicherheit gibt.
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Darum brauchen im öffentlichen Dienst angestellte Ärzte eine private Altersvorsorge – die meistgestellten Fragen
Wie wirkt sich eine längere Elternzeit auf meine Altersvorsorge im Versorgungswerk aus?
Was passiert mit meiner privaten Altersvorsorge, wenn ich ins Ausland ziehe?
- Private Rentenversicherungen: Können oft weltweit ausgezahlt werden, aber die steuerliche Behandlung hängt vom Wohnsitzland ab.
- Rürup-Rente: Wird auch bei einem Wohnsitz im Ausland weiter ausgezahlt, allerdings gibt es Einschränkungen bei der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge.
- ETF-Sparpläne: Können flexibel weitergeführt werden, aber steuerliche und rechtliche Unterschiede je nach Land sollten beachtet werden.
Lohnt sich eine Rürup-Rente auch für Ärztinnen und Ärzte mit niedrigeren Einkommen?
Kann ich eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder eine Rürup-Rente vorzeitig auszahlen lassen, wenn ich das Geld brauche?
Nein, sowohl die bAV als auch die Rürup-Rente sind auf eine Auszahlung im Rentenalter ausgelegt.
- bAV: Das Kapital ist bis zum Renteneintritt gebunden, es sei denn, es gibt besondere Regelungen für eine Übertragung bei einem Arbeitgeberwechsel.
- Rürup-Rente: Sie kann nicht vorzeitig ausgezahlt werden und ist nicht vererbbar oder übertragbar.
- Wer mehr Flexibilität möchte, sollte private Rentenversicherungen oder ETFs als Ergänzung nutzen, da dort eine frühzeitige Verfügbarkeit möglich ist.
Hallo, ich bin Franz Paufler
Ich arbeite gern mit Zahlen – aber noch lieber mit Menschen. Für viele, die zu mir kommen, geht es nicht um die eine perfekte Geldanlage, sondern um etwas Grundsätzliches: endlich Ordnung in die eigenen Finanzen bringen. Verstehen, was sinnvoll ist. Und das gute Gefühl, einen Plan zu haben, der wirklich passt.
Dabei unterstütze ich vor allem bei Themen wie Altersvorsorge und langfristiger Finanzplanung. Kompliziert muss das nicht sein – wichtig ist, dass es zu dir und deiner Lebenssituation passt. Und genau dafür nehme ich mir Zeit: Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und entwickle gemeinsam mit dir eine Lösung, die du wirklich verstehst und mittragen kannst.
Mein Motto: „Finanzplanung soll nicht kompliziert sein, sondern maßgeschneidert und klar.“
Wenn du jemanden suchst, der dich ehrlich berät und dir dabei hilft, in Finanzfragen den Überblick zu behalten, freue ich mich, dich kennenzulernen.