Baustellen in der Nachbarschaft können für Hausbesitzer zum Albtraum werden. Ob Neubau, Tiefbauarbeiten oder Abriss – Erschütterungen, Erdbewegungen und schweres Baugerät können Schäden an angrenzenden Gebäuden verursachen. Risse in Wänden, abgesackte Fundamente oder Feuchtigkeitsschäden sind keine Seltenheit.
Doch wer kommt für diese Schäden auf? Zahlt die Wohngebäudeversicherung – oder haftet der Bauherr bzw. das Bauunternehmen? Hier beginnt oft ein langwieriger Streit, da nicht jeder Schaden automatisch versichert ist und die Haftungsfrage nicht immer eindeutig geklärt werden kann.
Nachfolgend erfährst du, welche Schäden durch Bauarbeiten entstehen können unter welchen Bedingungen die Wohngebäudeversicherung einspringt und was du tun kannst, um im Ernstfall besser abgesichert zu sein.
Doch wer kommt für diese Schäden auf? Zahlt die Wohngebäudeversicherung – oder haftet der Bauherr bzw. das Bauunternehmen? Hier beginnt oft ein langwieriger Streit, da nicht jeder Schaden automatisch versichert ist und die Haftungsfrage nicht immer eindeutig geklärt werden kann.
Nachfolgend erfährst du, welche Schäden durch Bauarbeiten entstehen können unter welchen Bedingungen die Wohngebäudeversicherung einspringt und was du tun kannst, um im Ernstfall besser abgesichert zu sein.

Welche Schäden können durch Bauarbeiten entstehen?
Nicht nur direkt angrenzende Gebäude sind gefährdet – auch Häuser in mehreren Metern Entfernung können durch Bauarbeiten Schäden erleiden. Typische Probleme sind:
- Risse in Wänden und Fundamenten: Wenn schwere Baumaschinen auf dem Gelände arbeiten oder Gebäude abgerissen werden, entstehen oft starke Erschütterungen. Diese können das Mauerwerk und die Fundamente von nahegelegenen Häusern belasten und Risse verursachen. Besonders ältere Gebäude, die nicht so stabil gebaut sind, können dadurch leicht beschädigt werden.
- Setzungsschäden: Wenn tief in den Boden gegraben wird – zum Beispiel für eine Tiefgarage oder einen U-Bahn-Schacht – kann sich der Boden verschieben oder absacken. Das bleibt oft nicht ohne Folgen: Häuser in der Umgebung können sich absenken oder leicht schief stehen. Typische Anzeichen sind Risse in den Wänden, plötzlich klemmende Türen oder sogar Schäden an der Statik.
- Feuchtigkeitsschäden: Bauarbeiten können Wasserleitungen beschädigen oder den natürlichen Wasserfluss im Boden verändern. Wenn Wasser in Keller oder Fundamente eindringt, kann das zu Feuchtigkeitsschäden führen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Schimmel verursachen und die Bausubstanz langfristig schädigen.
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Jetzt Beratungstermin vereinbaren!Wann zahlt die Wohngebäudeversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung zahlt in der Regel nur dann, wenn der Schaden durch eine unvorhersehbare äußere Einwirkung entstanden ist. Dazu können Erschütterungen durch Bauarbeiten zählen, wenn sie nachweislich das Gebäude beschädigt haben.
Unterschied zwischen direkten und indirekten Schäden
Nicht alle Schäden durch Bauarbeiten werden von der Versicherung gleichermaßen abgedeckt. Ein entscheidender Faktor ist, ob es sich um einen direkten oder indirekten Schaden handelt.
Direkte Schäden entstehen unmittelbar durch die Bauarbeiten selbst. Ein klassisches Beispiel ist, wenn ein Bagger versehentlich gegen die Hauswand fährt und dabei die Fassade beschädigt. In solchen Fällen übernimmt die Wohngebäudeversicherung den Schaden in der Regel problemlos.
Anders sieht es bei indirekten Schäden aus. Diese treten oft mit Verzögerung auf und sind schwieriger nachzuweisen. Wenn zum Beispiel starke Erschütterungen durch eine nahe Baustelle Monate später zu Setzrissen in den Wänden führen, kann sich die Regulierung kompliziert gestalten. Versicherungen verlangen hier häufig eine eindeutige Kausalitätsprüfung, bevor sie eine Zahlung leisten.
Direkte Schäden entstehen unmittelbar durch die Bauarbeiten selbst. Ein klassisches Beispiel ist, wenn ein Bagger versehentlich gegen die Hauswand fährt und dabei die Fassade beschädigt. In solchen Fällen übernimmt die Wohngebäudeversicherung den Schaden in der Regel problemlos.
Anders sieht es bei indirekten Schäden aus. Diese treten oft mit Verzögerung auf und sind schwieriger nachzuweisen. Wenn zum Beispiel starke Erschütterungen durch eine nahe Baustelle Monate später zu Setzrissen in den Wänden führen, kann sich die Regulierung kompliziert gestalten. Versicherungen verlangen hier häufig eine eindeutige Kausalitätsprüfung, bevor sie eine Zahlung leisten.

Achtung: Diese Schäden sind in einer Wohngebäudeversicherung oft nicht versichert
Nicht jeder Schaden durch Bauarbeiten ist automatisch versichert. Viele Wohngebäudeversicherungen schließen Schäden durch Bauarbeiten auf dem eigenen Grundstück aus. Das bedeutet, wenn du selbst baust oder umbauen lässt, kann es sein, dass du für eventuelle Schäden an deinem eigenen Haus selbst aufkommen musst.
Ein weiteres Problem sind Langzeitschäden, die sich erst Jahre später bemerkbar machen. Falls Risse oder Feuchtigkeitsschäden erst nach längerer Zeit entdeckt werden, ist es oft schwierig, den Zusammenhang mit einer früheren Baustelle zu belegen. In solchen Fällen lehnen Versicherungen die Schadensregulierung häufig ab.
Auch die Vorhersehbarkeit eines Schadens spielt eine Rolle. Wenn ein Schaden durch bauliche Maßnahmen vorhersehbar oder vermeidbar gewesen wäre – zum Beispiel, weil keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen wurden –, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.
Ein weiteres Problem sind Langzeitschäden, die sich erst Jahre später bemerkbar machen. Falls Risse oder Feuchtigkeitsschäden erst nach längerer Zeit entdeckt werden, ist es oft schwierig, den Zusammenhang mit einer früheren Baustelle zu belegen. In solchen Fällen lehnen Versicherungen die Schadensregulierung häufig ab.
Auch die Vorhersehbarkeit eines Schadens spielt eine Rolle. Wenn ein Schaden durch bauliche Maßnahmen vorhersehbar oder vermeidbar gewesen wäre – zum Beispiel, weil keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen wurden –, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.
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Jetzt Beratungstermin vereinbaren!Wer haftet, wenn die Wohngebäudeversicherung nicht greift?
Wenn deine Wohngebäudeversicherung nicht für den Schaden aufkommt, heißt das nicht automatisch, dass du die Kosten alleine tragen musst. Es gibt noch andere Möglichkeiten, Schadensersatz zu bekommen:
Ist das Bauunternehmen für den Schaden verantwortlich, kannst du Schadensersatz fordern. Das kann der Fall sein, wenn Bauarbeiten unsauber ausgeführt wurden oder Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden. Damit dein Anspruch durchgesetzt wird, musst du allerdings nachweisen, dass die Bauarbeiten die Ursache für den Schaden sind.
Ein unabhängiges Gutachten kann dabei helfen, den Zusammenhang eindeutig zu belegen. Ähnliches gilt, wenn der Bauherr in Eigenleistung, also ohne ein Bauunternehmen, baut. In diesem Fall kannst du dich direkt an ihn wenden. Hat er eine Bauherrenhaftpflichtversicherung, übernimmt diese die Regulierung des Schadens. Falls keine Versicherung besteht, muss der Bauherr selbst für die Kosten aufkommen.
Ein unabhängiges Gutachten kann dabei helfen, den Zusammenhang eindeutig zu belegen. Ähnliches gilt, wenn der Bauherr in Eigenleistung, also ohne ein Bauunternehmen, baut. In diesem Fall kannst du dich direkt an ihn wenden. Hat er eine Bauherrenhaftpflichtversicherung, übernimmt diese die Regulierung des Schadens. Falls keine Versicherung besteht, muss der Bauherr selbst für die Kosten aufkommen.
Vergleich: Schadenregulierung mit und ohne Wohngebäudeversicherung
Fall |
Mit Wohngebäudeversicherung |
Ohne Versicherung |
Rissbildung durch Bagger | Versicherung übernimmt Kosten | Bauunternehmen muss haften |
Langzeitschäden durch Erschütterung | Oft abgelehnt | Schadensersatz nur mit Gutachten |
Wasserschaden durch Erdbewegung | Versicherung kann zahlen | Bauherr muss haften |
Fazit
Schäden durch Bauarbeiten sind ärgerlich – und die Wohngebäudeversicherung zahlt nicht automatisch. Entscheidend ist, wie der Schaden entstanden ist. Falls die Versicherung nicht greift, kann unter Umständen der Bauherr oder das Bauunternehmen haftbar gemacht werden.
Um späteren Ärger zu vermeiden, solltest du frühzeitig Beweise sichern, Fotos machen und Gutachten einholen. Ein Blick in deine eigene Versicherungspolice lohnt sich, um mögliche Lücken zu erkennen. Falls es doch zum Streit kommt, kann eine rechtliche Beratung helfen, deine Ansprüche durchzusetzen. Wer vorbereitet ist, spart sich im Ernstfall viel Stress und Geld.